reichelS.ORG

Medienkonvergenz

Analoge Links

Ich stehe hier und kann nicht anders: ich kaufe bedruckte Blätter. Schlimmer noch, ich lese alterwürdige Zeitungen in aller Öffentlichkeit. In der Tram. In der U-Bahn. Manchmal auch heimlich, zu Hause. Wenn ich ein paar Minuten Zeit habe. Das Lesen von Texten auf nicht leuchtendem Hintergrund gibt mir ein Gefühl von Ruhe, von Behaglichkeit. Computer dagegen haben einfach etwas erschreckend Schnelles an sich.

Nennt mich altmodisch. Beschimpft mich als konservativ, als ewig gestrig.

Schön, wenn das Sekundärmedium Zeitung sich an Webstandards anpasst, ohne dabei in die Hektik der Onlinekommunikation zu verfallen.

In der aktuellen “Zeit” wird die Vietnamkongress Rede von Dutschke dokumentiert (Seite 8). Im Text sind einzelne Schlagworte rot hinterlegt, die auf eine Art Glossar in den Seitenspalten verweisen. Beim Lesen hab ich mich nun ständig dabei erwischt, wie ich gedanklich auf die Hover-Links klicke, um an die Begriffserklärungen zu gelangen. Ganz behaglich. In aller Ruhe. Ohne Hektik.

Das verstehe ich unter gelungener Medienkonvergenz.

Machen Sie eine Anmerkung

XHTML: Folgende Tags sind erlaubt: <a href="" title=""> <abbr title=""> <acronym title=""> <b> <blockquote cite=""> <cite> <code> <del datetime=""> <em> <i> <q cite=""> <strike> <strong>