15 Minuten Ruhm für Philipp Geldmacher
Unzulässig sind Gruppen, Foren oder Blogs, die erkennbar die Diffamierung einzelner Mitglieder von meineSPD.net oder von Funktions- und Mandatsträgern der SPD zum maßgeblichen Inhalt haben.
http://www.meinespd.net/info/nutzungsbedingungen
Die meinespd.net-Gruppe “Keine Zukunft mit Kurt Beck” ist mir bisher gar nicht aufgefallen und so konnte ich die Diskussion auch nicht verfolgen. Ich kann also auch nicht mit Sicherheit sagen, ob die Argumente, die dort ausgetauscht wurden unter die obige Regelung gefallen sind oder nicht. Ich schätze, so ging es vielen Leuten in diesem Land, bis zu diesem Artikel in der Bildzeitung.
Klar, dass sowas die Runde macht und genau dieses absehbare Grundrauschen wäre ein Grund für mich gewesen, die Gruppe nicht zu schliessen.
Auf der anderen Seite kann ich das Vorgehen durchaus nachvollziehen, aus zwei Gründen:
- Gerade im politischen Bereich ist eine aktive Moderation von interaktiven Angeboten äusserst sinnvoll, um eine einigermaßen erträgliche Diskussionskultur aufrecht zu erhalten. Politische motivierte Trolle sind ziemlich hartnäckig und können jeden konstruktiven Ansatz innerhalb von Minuten zu nichte machen.
- Es gibt immer wieder Journalisten, die aus Parteiforen zitieren und daraus “die Stimmung an der Basis” konstruieren. Das ist natürlich absoluter Blödsinn und noch unzuverlässiger als eine Forsaumfrage.
Wie auch immer. Wäre die Gruppe nicht geschlossen worden, würde sich darin wohl immernoch ein illustrer kleiner Zirkel austauschen. Durch die Schließung ist Philipp Geldmacher zu seinen 15 Minuten Ruhm gekommen. Wenigstens etwas.
War es das Wert?



21.07.2008 um 18:48Uhr
Hallo Sebastian,
Es gibt immer wieder Journalisten, die aus Parteiforen zitieren und daraus ‘die Stimmung an der Basis’ konstruieren. Das ist natürlich absoluter Blödsinn und noch unzuverlässiger als eine Forsaumfrage.
Bedenkenswert und von mir noch nicht bedacht. Aber in letzter Konsequenz müsste das ja heißen, überhaupt keine Foren mehr unter Parteiendomänen zuzulassen, denn das Risiko schlechter Stimmungsbilder besteht grundsätzlich.
Ist das mit ein Grund für das verhaltene Engagement von Parteien im Netz?
Kann man da gegensteuern indem man ein ausgewogeneres Bild in den Foren und Kommentarbereichen - Befürworter und Gegner streiten auf Augenhöhe - herstellt (wie auch immer), oder würden Journalisten sich auch dann die genehmen Kommentare für ein vermeintliches Stimmungsbild herauspicken?
21.07.2008 um 20:39Uhr
Augenhöhe lässt sich schwer durch eine Zentrale herstellen und das Protestler und Nörgler meist höher motiviert sind und “Anti” meist einfacher zu formulieren ist, hast Du ja hier richtig herausgearbeitet: http://wolfwitte.de/?p=242
Und Jounrnalisten sind (zumeist) auch nur Menschen. Sie suchen sich die Indizien so zusammen, dass sie ihre Argumentation stützen.
Ich seh das, wie Du, nicht als hinreichenden Grund gegen öffentliche Diskussionsangebote, kann aber nachvollziehen, dass andere es tun.
Dennoch glaube ich, dass eine Partei, die im Internet nicht auf der Höhe der Zeit spielt auf Dauer verliert und ihr Mitglieder-, Wähler- und Sympathisantenpotetial nicht ausschöpfen kann. Da muss man halt mit den “negativen” Effekten umgehen lernen.
23.07.2008 um 9:05Uhr
[...] momentane Diskussion um bloggende Politiker bzw. wieso die Politik generell im Internet so wenig aktiv ist beschäftigt mich momentan natürlich [...]
23.07.2008 um 16:11Uhr
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27.07.2008 um 22:20Uhr
[...] Reichel, 15 Minuten Ruhm für Philipp Geldmacher Themen: Blog, Kommunikation, Vertrauen a2a_linkname=”DeinFreierPlatz.de”; [...]