Politische Blogger - Bloggende Politiker - Ein Programmhinweis
Ich hab einige Zeit überlegt, ob ich auf diese Diskussion an der Blogbar eingehen sollte. Nicht etwa, weil der Ausgangsbeitrag eher flache Ressentiments bedient und ich mich an der einen oder anderen Stelle nach den Informationsquellen des Don sehne, sonder eher, weil mich der Diskussionsverlauf an die Tribüne eines Fussballklubs erinnert.
Solche Tribünendebatten kennt jeder, glaube ich. Der Steilpass der eigenen Mannschaft ist wieder einmal in der gegnerischen Abwehr versandet und daraufhin entspinnt sich folgender Monolog:
Boah! Das kann doch nicht sein. Die sind ja sowas von deppert. Der hätte doch nach links raus spielen müssen. Da spielt ja meine Oma besser. Und der Trainer geht ja wohl gar nicht. Der muss den doch vom Platz nehmen und den anderen einwechseln. Alles Scheiße was die auf dem Platz fabrizieren.
In der Regel führt das zu gar nichts. Denn sind wir mal ehrlich, die Oma des Zuschauers ist keine wirkliche Alternative. Auch wenn es schonmal positiv ist, dass überhaupt eine Alternative angeboten wird. Selbst wenn Trainer, Spieler, und Strategie vollkommen ausgewechselt würden, die Diskussion wäre endlos.
Nichtsdestotrotz hat diese Art der Debatte, eine lange Tradition in Deutschland und der Welt und nimmt die unterschiedlichsten Formen an:
- Oben vs. Unten
- Berlin vs. Region
- Region vs Ort
- Angestellter vs. Chef
Ein “Irgendwas dazwischen” wäre vielleicht ein guter Anfang. Schließlich geht es mir nicht darum einen wie auch immer gearteten Diskurs in Frage zu stellen, soweit er konstruktiv verläuft.
Ich will Don Alphonsos Einwurf aber zum Anlass nehmen um in den nächsten Tagen ein paar Dinge zu bloggenden Politikern, politischen Organisationen und Institutionen zu notieren, auch um mir selber ein paar Fragen zu beantworten:
- Warum eigentlich Weblogs im politischen Bereich? Schließlich glaube ich, anders als Don Alphonso, dass Weblogs sehr wohl eine Rolle in der Kommunikation der Parteien spielen.
- Welche Faktoren beeinflussen die Entscheidung eines Politikers, einer Institution, einer Organisation für oder gegen ein Blog?
- Welche Faktoren beeinflussen das Bloggen von Politikern, Institutionen, Organisationen.
- Wie geht´s weiter?
Bis zum Jahresende sollte das ganze eigentlich aufgeschrieben sein, wenn ich mein Zeitbudget ordentlich organsiert bekommen. Und damit hätten wir auch schon einen Faktor benannt…



13.12.2007 um 11:54Uhr
Wie das “dazwischen” funktionieren kann, wenn es gesund gelebt und mit Anstand praktiziert wird (gemeint ist natürlich die gegenseitige Abhängigkeit
sieht man beim FC St. Pauli und bspw. der Frage, ob der Stadionname verkauft werden soll. Hat also viel mit Fußball zu tun das Leben 
13.12.2007 um 12:25Uhr
St. Pauli Anhänger sind ja auch was ganz besonderes: http://www.reichels.org/2007/08/09/zweitklassig/